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Jungen benachteiligt

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Leben - Politik


Es ist allgemein bekannt, dass die Entwicklung des Gehirns bei Jungen ca. 1 Jahr später erfolgt als bei Mädchen. Laut Manndat e.V., einem Vereins, der sich für die Benachteiligung von Jungen einsetzt, werden Mädchen mittlerweile auch sozialpolitisch besser bedacht, als Jungen.

So verließe laut Manndat e.V. "jeder zehnte Junge ohne Migrationshintergrund und fast jeder vierte Junge mit Migrationshintergrund" ... "die Schule ohne einen Abschluss". Eine Studie zu dieser Benachteiligung und weiter Informationen zur Geschlechter-Ungleichbehandlung im bildungspolitischen Kontext, kann man unter: http://www.manndat.de/ herunterladen.

Eine interessante Frage, die sich in diesem Zusammenhang stellt ist:

Warum gibt es diese Lagerbildung immer wieder?

Waren es in den 70er und 80er Jahren noch EMMA mit der Front Frau und Gründerin Alice Schwarzer, die den "Männern" auf die Patriarchat-Füße getreten ist, so hat sich das Blatt heute anscheinend gewendet und "Frau" versucht ein "Matriarchat" herzustellen. Nicht das Individuum, sondern das Kollektiv, die Ur-Suppe des weiblichen Unterbewusstseins.

Bereits das Ideal der Gleichbehandlung, so wie es das Grundgesetz vorsieht, ist anscheinend für den Menschen bereits ein derart widersprüchliches und abstraktes Ziel, dass er genauso ernsthaft wenig verfolgen kann, wie die Nächstenliebe, die die Christenheit in den letzten zwei Jahrtausenden predigten.

Anscheinend kreiert jede sich formierende Gruppe oder Kollektiv einen Gedanken zur Erhaltung (der Art) und versucht sich entsprechend besser zu stellen als eine Andere.

Eventuell ein Erbe der Evolution?

Hat der Mensch die Freiheit darüber zu entscheiden, dass er diesem Motiv der Besserstellung und des Wettbewerbs entsagt, weil er, wenn er logisch und kategorisch denkt kein Leid Anderen zufügen wollte, dass ihm nicht selbst geschehen möge?

Oder ist das bereits Utopie?

Ist die Etablierung von Gleichbehandlung, Nächstenliebe, ja vielleicht Gerechtigkeit bereits ein zum scheitern verurteiltes Unterfangen im "Hier und Jetzt" und bleibt damit immer nur ein hehres Ziel der Wiederherstellung des paradiesischen Gartens?

Die Liebe scheint eben nicht die einzige Kraft zu sein, die die Motive des Menschen bestimmen. Vielleicht ist das der Irrtum der Christen, der sie oft auch an sich selbst scheitern ließ und lässt. Macht, Gier und Neid - Todsünden - starke Motive im Menschen, die ihn vom Paradies fernhalten.

Es sind nicht nur die Reichen, die wie die Kamele ein Nadelöhr nicht passieren können. Eine zutiefst menschliche Eigenschaft hindert ihn am Zugang zum "Himmelreich".

Autor: Oliver Neumann
aktualisiert am 20.Apr.10 um 06:54 Uhr