Spiritualität
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Herr P. aus S. entdeckt die Liebe |
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| Spiritualität - Religionen | |||||
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„Die Liebe !...Ist doch klar !“ brach es aus Herrn P. heraus. „Dann war sie es auch, die den Teufel beschwichtigt hatte.“ So passte denn nun auch alles wieder in sein Weltbild.: „Gott liebt einfach,…..alles und jeden, Rangda und Barong gleichermaßen. Er macht keinen Unterschied zwischen Gut und Böse, richtig und falsch, statt dessen vereinigt er sie in der Rolle des Vaters beider Rivalen. Gott (die Liebe!) ist das scheinbar fehlende Bindeglied zwischen allem, was der Mensch in seinem grenzenlosen Separatismus fein säuberlich von einander getrennt hat. Sie fehlt aber eben nur „scheinbar!“, weil ICH die Liebe in Grenzen hinein gezwungen habe. Eben jene Grenzen, die jeder einzelne Mensch ganz eigenmächtig und individuell-subjektiv, je nach Herkunft und moralischer Erziehung in Gut und Böse, angenehm und unangenehm eingeteilt hat“. „Puh….das erklärt natürlich vieles“…dachte Herr P. Bisher hatte er noch nicht verstanden gehabt, warum die Menschen weltweit so unterschiedlich sein konnten in Sachen Moral und Gesinnung……Große Welten rund um den Erdball, kleine Welten innerhalb seiner erfahrbaren Umwelt, und noch kleinere Welten, innerhalb seiner selbst. Etwas schamhaft musste Herr P. sich sogar eingestehen, dass er selbst die Liebe auf eine Romanze zwischen Mann und Frau reduziert hatte. Das war für ihn aber nach einigen Überlegungen auch verzeihbar…..hatte er es doch überall in den Märchen und Filmen und sonstigen Medien ausschließlich so gelernt. Einen darüber hinaus gehenden Aspekt hatte er bisher immer als kitschig-sentimental abgeurteilt. „Was für ein dramtischer Fehler“….. Nun fiel der Blick des Herrn P. wieder auf seine Tabelle, für die er sich so viel Mühe gegeben hatte und die immer noch lange nicht vollständig war. Mit einem großen Gefühl der Erleichterung nahm er das Stück Papier, zerriß es in zwei Hälften und warf sie in das lodernde Feuer, das warm im Kamin neben ihm brannte. Herr P. beobachtete, wie die Papierfetzen sich entflammten und sich in staubige Asche verwandelten. Er nahm den Schürhaken und stocherte in der heißen Glut, bis schließlich die Asche des Papiers nicht mehr von der Asche des Feuerholzes zu unterscheiden war und kehrte an seinen Schreibtisch zurück. P.S. : Anstelle der Fortsetzung der Tabelle schrieb er als Überschrift auf das vor ihm liegende Blatt Papier den Titel: „Wie der Teufel in Jesus seinen Bruder erkannte“. |
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Autor: Lydia Therhaag
aktualisiert am 20.Jan.09 um 11:30 Uhr
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