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| Kultur - Philosophie |
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Was seit jeher fraglich ist, mag fraglich bleiben; was seit jeher fraglos galt, muss fraglich werden.
Welches sind die Bedingungen, die es erlauben, etwas als fraglos gültig anzusehen? Ist der fragende Blick der sprachlichen Formulierung der Frage vorzuziehen oder ihr unterlegen? Was ist eine Frage? Ist dies eine Frage? Wie gelingt es - denkend - ständig so zu tun, als ob es fraglos möglich sei, Sätze, Aussagen, gar Antworten unbefragt aneinanderzureihen, etwa zu einer Erzählung oder gar zu einem Roman? Aber wie oft gelingt es tatsächlich? Oder leben wir in einer Zeit der Fraglosigkeit, weil wir in einer Zeit der Fragwürdigkeit leben? Was ist das? Was willst du? Was bedeutet dein fragender Blick? Können wir uns so befragen, dass wir uns in den Antworten selbst erkennen? Was könnte das Ziel des Fragens sonst sein, und wenn ein solches nicht zu entdecken ist: warum fragen wir immer wieder danach? Ist alles nur da, um es nach genauerem Hinsehen für sinnlos zu halten? Bewegen sich meine Fragen von mir weg oder zu mir hin? Darf ich so weiterfragen oder muss ich so weiterfragen? Sind meine Fragen verständlich? Weitere Aufsätze des Autors unter: http://www.notizenzurnacht.de |
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Autor: Lutz Neumann
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