AutorenImpressumRegistrierungKontaktAGBsHilfeBücher

Login

Zitat des Tages


Das Zitat des Tages wird Ihnen präsentiert von www.zitate.de
Home Alle Blogs Bnei Baruch Kabbala - Ein Weg zur Selbstfindung
2009.02.25 15:42:12
Bnei Baruch

Während unserer gesamten Schulzeit lernen wir sehr viel über die Welt um uns: Wir studieren Geschichte, Geographie, Biologie, Chemie, Physik, fremde Sprachen, Musik und so weiter. Durch das Studium all dieser Wissenschaften erfahren wir sehr viel über die Welt. Aber manchmal ertappen wir uns dabei, mehr über einen anderen Aspekt der Realität lernen zu wollen - uns selbst - und aus verschiedenen Gründen ist es sehr schwer, Informationen darüber zu bekommen. Wenn wir also auf einmal mehr darüber erfahren wollen, wer wir sind oder was wir sind, wo fangen wir dann an?

Die Weisheit der Kabbala ist eine Wissenschaft, die genau das studiert - unsere wahre Natur. Und natürlich müssen wir, um alles in dieser Welt zu verstehen, erst unsere eigene wahre Natur verstehen. Wenn wir anfangen, mit Hilfe dieser Wissenschaft unsere Natur zu studieren, begreifen wir etwas, das schwer zu akzeptieren ist: alles was wir tun - tun wir für uns selbst.

Mit anderen Worten, unser Hauptantrieb jeglicher Handlungen ist der, dass wir als Gegenleistung dafür etwas erhalten wollen. Es spielt nicht wirklich eine Rolle, was das genau ist, solange wir es als etwas betrachten, dass irgendeinen Nutzen hat. Tatsächlich würden wir sogar nicht mal einen Finger anheben, es sei denn, darin befände sich etwas für uns. In der Kabbala wird das „Egoismus" genannt, unsere angeborene Natur.

Die Tatsache jedoch, dass wir immer aus dem Ziel des Selbstnutzens handeln, ist nicht immer offensichtlich, denn dieses Ziel kann durch etwas verhüllt werden, was wir als altruistische Handlungen empfinden, wie das Spenden für wohltätige Zwecke, der Aufbau und die Unterstützung von Organisationen, die Gutes tun, und generell „das Richtige tun". Hinter den physischen Handlungen bleibt dennoch die Tatsache bestehen, dass wir diese Dinge nicht tun würden, ohne dass sie uns ein gutes Gefühl zu uns selbst gäben, sogar wenn es ganz wenig ist.

Durch wohltätige Spenden und der Hilfe für Benachteiligte zum Beispiel, zieht man sich Vergnügen aus dem Wissen, dass andere die Taten würdigen. Und selbst wenn das anonym geschieht und keiner den „edlen Spender" kennt, fühlt man trotzdem ein inneres Gefühl von Würde und Stolz, weil man etwas für die Welt tut. Das heißt, du leitest trotzdem eine Art von Vergnügen aus der Handlung ab, welche offensichtlich deine Motivation war, es überhaupt erst zu tun.

Unsere Absichten korrigieren

In der Kabbala wird die Anerkennung unserer wahren Natur, dem Egoismus, „die Erkennung des Bösen" genannt, und es ist nicht so leicht, sich das selbst einzugestehen und zu akzeptieren. Es ist jedoch der erste Schritt auf unserer Reise der Erkenntnis über unser wahres Selbst. Kabbalisten erklären, dass diese Reise einen Prozess der „Korrektur" mit sich bringt, welcher sich auf die Korrektur dieser egoistischen Absicht bezieht, die in uns verwurzelt ist. Wir wurden erschaffen, um Verlangen zu haben und alle unsere Handlungen reflektieren unsere Absicht, Freude durch die Erfüllung dieser Wünsche zu empfangen.

Tatsache ist, dass wir unsere Verlangen nicht ändern oder korrigieren können. Jedoch können wir die Absicht des „Empfangens für uns selbst" in „empfangen zum Wohle anderer" ändern. Dass heißt, wir können unsere Verlangen mit der Absicht ihnen zu geben oder zu schenken befriedigen. Das kommt einer Zelle im Körper sehr nahe, die Sauerstoff und Nahrung vom Blut erhält: Sie empfängt das nicht für sich selbst, sondern zum Wohle des ganzen Körpers.

Dieser Prozess der Korrektur beginnt mit einem kleinen Funken in uns, der uns drängt, mehr darüber zu erfahren, wer wir sind, woher wir kommen und wohin wir geführt werden. Die Kabbala nennt diesen Funken „den Punkt im Herzen" und erklärt, dass wir damit unsere Reise der Selbstfindung beginnen. Es ist ein Weg, der uns schließlich dahin führt, diesen Punkt in unserem Herzen zu einer Absicht des „Gebens" zu entwickeln. Wenn wir diese Absicht entwickeln, wird sich der Weg der Selbstfindung weiter für uns öffnen, und uns wird die Gelegenheiten für unser weiteres spirituelles Wachstum und Entwicklung gegeben.



  Geben | Entwicklung | Selbstfindung | Punkt im Herzen | Wünsche | Erfüllung | Freude | Prozess | Korrektur | Erkenntnis | Absichten | Motivation | Vergnügen | Gefühl | Tatsache | Gutes | Zwecke | Ziel | Egoismus | Nutzen | Rollen | Handlungen | Gegenleistung | Hilfe | Welt | Natur | Weisheit | Verlangen | Realität | Kabbalah | Kabbala
 

oliver
2009.02.26 16:24:56

In der Astrologie wäre das die Transformation des geistigen Planeten Neptun. Neptun ist die Transformation der Achse: Merkur (kleines Ego - Ich denke also bin ich) / Jupiter (ich erfahre die Welt, also erfahre ich mich selbst) / Mond (ich nehme Kontakt auf und fühle mich) / Neptun (ich nehme Kontakt auf mit dem Ganzen und erfahre mich in einem größeren Zusammenhang).

Und doch gibt es noch weitere geistige Qualitäten. Nämlich: Uranus (Forschung, Entdeckungen) sowie Pluto, die Energie in Reinform, der Wille. Über Pluto und damit dem "Ich will" kann ich lieben, kann ich geben, kann ich dienen und kann ich meine Ziele verwirklichen.

Deshalb würde ich es auch eher als einen Lernprozess als eine Korrektur ansehen wollen. Korrektur heisst das ist falsch und das ist richtig. Falsch nenne ich aber nur das, was ich nicht will. Und dazu benötige ich Wissen (Uranus).

Unsere "wahre" Natur ist unendlich unbeschränkt und alle Menschen sind eben nicht gleich, sondern jeder einzigartig und verschieden.

Jeder auf seinem Weg der Erkenntnis.

So gibt es dann auch unendlich unbeschränkte Wesen mit ihrem eigenen speziellen Lernprozess.

 
 
lydia
2009.02.28 09:13:54

Wenn Bnei Baruch schreibt:
"wir können die Absicht des „Empfangens für uns selbst" in „empfangen zum Wohle anderer" ändern"
und dem entgegen gestellt wird:
"Über Pluto und damit dem "Ich will" kann ich lieben, kann ich geben, kann ich dienen und kann ich meine Ziele verwirklichen."
erkenne ich da schon eine Gemeinsamkeit.

Letzten Endes scheint es nicht darum zu gehen, sein persönliches Verhalten und damit verbundene Aktionen zu ändern. Im Kern der Sache steckt lediglich das Motiv!!!

Warum verhalte ich mich so?
Welche Absicht verfolge ich mit meiner Aktion?
Tue ich Gutes um mein Image zu polieren? Um mein Ansehen nach außen hin zu gewährleisten oder um meinem persönlichen Idealbild eines "guten Menschen" gerecht zu werden?
Oder gar um mir den Vorwurf zu ersparen, etwas unterlassen zu haben und somit als "böser Ignorant" vor mir selbst und anderen da zu stehen?

So oder so sind derartige Motive immer egoistischer Natur. Sie dienen dem persönlichen Schutz oder dem persönlichen Imagae. Das Motiv bist immer Du selbst.

Darum stellt sich mir die Frage: Wem will ich dienen?
Mir selbst? Meinem Image? Meinem Schutz?
Oder dient mein Motiv tatsächlich und wahrhaftig dem Wohl des anderen?

Die Antwort auf diese Fragen kann mitunter sehr bitter ausfallen. Wenn Du tatsächlich feststellst: "Stimmt! Ich habe es nur getan, um gut da zu stehen, vor mir selbst und/oder vor anderen. Damit dienst Du nie der Menschheit sondern immer nur Dir selbst.

In dieser Selbstbezogenheit...wie will man da ein Gefühl bekommen für das Universelle?
Es bleibt Dir verborgen weil Du nicht in der Lage bist, etwas anderes zu erfahren als Dich selbst.